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Der Fremdvergleichsgrundsatz im Mehrjahresdurchschnitt
„Verlustmarge zum Ausgleich“ - in welcher Weise dürfen Verrechnungspreise jahresübergreifend betrachtet werden?
Mit Urteil vom hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Mehrjahresbetrachtung bei Verrechnungspreisen judiziert und eine Verrechnungspreisgestaltung verworfen, bei der gruppeninterne Transaktionspreise gezielt so festgesetzt wurden, dass im Dreijahresvergleich eine Marge am untersten Ende einer grundsätzlich akzeptierten Bandbreite erzielt wurde. Im Zuge dieses Beitrags soll dieses Judikat analysiert und hinsichtlich seiner Auswirkung auf die österreichische Verrechnungspreispraxis analysiert werden.
1. Zum Sachverhalt
Die A. SA, eine in Zug ansässige Gesellschaft einer internationalen Unternehmensgruppe im Gesundheitswesen und Tochtergesellschaft der kanadischen C. Inc., vertreibt im Wesentlichen generische und rezeptfreie Medikamente in mehreren Staaten (hauptsächlich Mittel- und Osteuropa). Für das Steuerjahr 2018 erklärte sie ein Ergebnis basierend auf einer operativen Marge von -21,8 %. Die Steuerverwaltung stellte diese Verlustmarge infrage und rechnete einen Betrag von 8.961.368 CHF als Verrechnungspreisfeststellung hinzu, was, nach Ansicht der Steuerverwaltung, eine angemessene operative Marge von 1,2 % ergab. Gegen den Entscheid erhob die Steuerpflichtige am Beschwer...