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Redaktionelle Empfehlung

News


SWK News //

EINKOMMENSTEUER | Hälftesteuersatz bei Betriebsveräußerungen

Der Hälftesteuersatz ist eine bedeutende steuerliche Erleichterung für Steuerpflichtige, die unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden kann. Diese besondere Besteuerungsregelung ermöglicht es, bestimmte Einkünfte nur zur Hälfte des regulären Steuersatzes zu versteuern und ist insbesondere für Steuerpflichtige von Interesse, die Betriebsvermögen veräußern oder Entschädigungen, wie etwa Abfindungen, erhalten.

BFGjournal News //

Selbstanzeigen bei WiEReG-Meldepflichtverletzungen: strafbefreiende Wirkung auch ohne Korrekturmeldung

Am 14. Januar 2025 entschied das Bundesfinanzgericht (BFG), dass die strafbefreiende Wirkung von Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Meldepflichtverletzungen nach dem Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz („WiEReG“) nicht von einer Korrekturmeldung an die Registerbehörde abhängig ist (BFG 14.1.2025, RV/7300035/2024). Damit stellt sich das BFG gegen die Ansicht des BMF, wonach „zeitgleich“ bzw direkt nach der Selbstanzeige eine Korrekturmeldung an die Registerbehörde vorzunehmen ist. Die Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die Praxis und die Anforderungen an die „Schadensgutmachung“.

SWK News //

Gebäudeentnahme zu steuerlichen Buchwerten

Entnahmen aus dem betrieblichen in den privaten Bereich erfolgen grundsätzlich mit dem Teilwert, wodurch die im betrieblichen Bereich entstandenen stillen Reserven - falls die sog. Teilwertvermutung nicht zur Anwendung gelangt - aufgedeckt und besteuert werden. Im Rahmen des Stabilitätsgesetzes 2012 wurde erstmals als Erleichterung geregelt, dass die Entnahme von Grund und Boden, soweit keine schädliche Ausnahme vom Sondersteuersatz vorliegt, zum steuerlichen Buchwert und daher steuerneutral erfolgt. Damit entfällt die Besteuerung eines Gewinnes, dem kein Veräußerungserlös und kein Mittelzufluss zugrunde liegt.

SWK News //

GRUPPENBESTEUERUNG | BFG zu Fremdwährungsverlust und Nachversteuerung

Das Bundesfinanzgericht hatte Ende letzten Jahres über die Beschwerde eines inländischen Gruppenmitglieds zu entscheiden, worin es um zwei verschiedene Beschwerdepunkte in Zusammenhang mit zwei Auslandsbeteiligungen ging: Einerseits war strittig, ob bzw inwieweit Kursverluste aus steuerfreien Gewinnausschüttungen in fremder Währung steuerlich abzugsfähig sind oder nicht (§ 10 Abs 1 iVm § 12 Abs 2 KStG). Andererseits stellte sich die Frage, ob die Nachversteuerung von Verlusten eines ausscheidenden Auslandsgruppenmitglieds durch Zurechnung beim unmittelbar beteiligten Inlandsgruppenmitglied dessen „eigenen“ Gewinn erhöht und diesfalls einer Verrechnung von bestehenden Vorgruppenverlusten zugänglich wäre (§ 9 Abs 6 Z 4 und 7 KStG). Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen die wesentlichen Inhalte der Gerichtsentscheidung zu diesen beiden interessanten, jedoch voneinander losgelösten Rechtsfragen vorstellen.

SWK News //

Wirtschaftsflaute und Immobilien: Abschreibung von Beteiligungen

Infolge der schwachen Wirtschaft sind in vielen Unternehmensstrukturen Ausfälle von Einnahmen sowie Liquiditätsengpässe gegeben. In Unternehmen mit mehreren Gesellschaftsebenen kann es aufgrund der Krisensituation unternehmensrechtlich notwendig sein, insbesondere zum 31.12.2024 und/oder zum 31.12.2025 Abschreibungen auf Beteiligungen vornehmen zu müssen. Diese Thematik kann letztlich natürlich auch alle Immobilienkonzerne betreffen.

SWK News //

UMSATZSTEUER | Auswirkungen der Verschärfung des § 51b FinStrG

Mit dem Inkrafttreten des Betrugsbekämpfungsgesetzes 2024 wurden bedeutende Änderungen im Finanzstrafgesetz (FinStrG) vorgenommen, insbesondere durch die Einführung des neuen § 51b FinStrG. Diese neue Regelung zielt darauf ab, eine finanzstrafrechtliche Sanktionslücke im Zusammenhang mit verfälschten, falschen und unrichtigen Belegen, insbesondere Schein- und Deckungsrechnungen zu schließen. Was diese Änderung für die alltägliche Umsatzsteuerpraxis bedeutet, soll der folgende Beitrag aufzeigen.

Inhalte aus den Zeitschriften


Abo SWK 9/2025, 491

Rat der EU gibt grünes Licht für ViDA

Am 11. 3. 2025 hat der Rat der EU das ViDA-Package („VAT in the Digital Age“) angenommen. Das Maßnahmenpaket besteht aus drei Rechtsakten - einer Richtlinie zur Anpassung der MwStSyst-RL, einer Verordnung zur Änderung der Verordnung über die mehrwertsteuerliche Verwaltungszusammenarbeit und einer Durchführungsverordnung zur Änderung der MwSt-DVO - und soll die unionsrechtlichen Mehrwertsteuervorschriften an das digitale Zeitalter anpassen.

Abo SWK 9/2025, 490

Nationalrat beschließt erste Budgetsanierungsmaßnahmen und vorläufige „Mietenbremse“

(SWK) - Das Regierungsprogramm steht ganz im Zeichen von Sparmaßnahmen. Gerade einmal vier Tage nach Angelobung der neuen Bundesregierung hat der Nationalrat am 7. 3. 2025 ua zwei - ohne jegliche Begutachtungsfrist - per Initiativantrag eingebrachte Gesetze beschlossen: das Budgetsanierungsmaßnahmengesetz 2025 (BSMG 2025) nach einem Abänderungsantrag im Plenum und das 4. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz (4. MILG). Die Änderungen, zB das Ende der Umsatzsteuerbefreiung für Photovoltaikmodule oder die Ausdehnung der motorbezogenen Versicherungssteuer, treten großteils bereits mit Anfang April 2025 in Kraft. Der folgende Überblick möge als erste Orientierung dienen.

Abo Aufsatz von Stefan Schuster, SWK 9/2025, 492

Das Regierungsprogramm 2025-2029

Das Motto des Regierungsprogramms 2025-2029 für die 28. Legislaturperiode lautet: „Jetzt das Richtige tun. Für Österreich.“ Aus einer steuerrechtlichen Sicht ist es nicht einfach, politisch stark aufgeladene Texte wie ein Regierungsprogramm einer Einteilung zu unterziehen. Angekündigte Maßnahmen haben multiple und nicht eindeutig abgrenzbare Auswirkungen. Dennoch soll hier der Versuch einer Kategorisierung, auch unter Einbeziehung des Arbeitsrechts, unternommen werden. Die ersten Maßnahmen wurden aufgrund des dringlichen budgetären Handlungsbedarfs legistisch bereits gesetzt.