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https://doi.org/10.47782/oeba202608054801
1. Bankenaufsicht
WIFO-Studie: Sektoraler Systemrisikopuffer für gewerbliche Immobilienkredite in der Kritik
Im Auftrag des Österreichischen Raiffeisenverbandes hat das WIFO (Glocker, Klien, Url) die makroökonomischen Auswirkungen der geplanten Anhebung des sektoralen Systemrisikopuffers (sSyRP) für gewerbliche Immobilienfinanzierungen untersucht und stellt dabei dessen Verhältnismäßigkeit infrage. Hintergrund ist die Entscheidung der FMA (basierend auf der Empfehlung des FMSG), die stufenweise Anhebung von 1% (seit ) auf 2% ab und 3,5% ab fortzusetzen - betroffen sind Kredite an Hochbau, Bauinstallation/Ausbaugewerbe und Grundstücks-/Wohnungswesen (ÖNACE F41, F43, M68).
Die Autoren finden keine systematischen Anzeichen für eine zyklische Überhitzung im CRE-Segment; das Signal deute eher auf Pufferfreisetzung als -aufbau hin. Ihr VAR-Modell zeigt eine stark zinselastische Kreditnachfrage, wodurch bei der Zielrate von 3,5% ein Rückgang der Bauinvestitionen um rund 1,1%, der Anlageinvestitionen um rund 0,9% und der Wertschöpfung im Baugewerbe um rund 1,0% erwartet wird - deutlich stärker als die von der OeNB ausgewiesenen -0,31% (kumuliert über drei Jahre). Zud...