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DB/DZ-Pflicht nicht wesentlich beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer
Der VwGH (, Ra 2023/15/0074) hatte sich erneut mit einem Fall auseinanderzusetzen, bei dem es zentral um die Frage ging, ob ein Dienstverhältnis bei nicht wesentlich beteiligten Gesellschaftern und somit DB/DZ-Pflicht vorliegt. Das Erkenntnis zeigt, dass es bei der Beurteilung zur DB-/DZ-Pflicht nicht nur darum geht, wie hoch das Beteiligungsausmaß ist, sondern darum, ob die Merkmale eines Dienstverhältnisses erfüllt sind.
Sachverhalt
In den betroffenen Jahren 2008 bis 2012 hatte die F-GmbH (als Rechtsnachfolgerin einer in den Vorjahren tätigen X GmbH & Co KG) einen Managementvertrag mit der S-OG.
Die Beteiligungsverhältnisse stellten sich wie folgt dar:
ab 2005:
-F-GmbH: Gesellschafter 100% Holding-GmbH
-Gesellschafter Holding-GmbH: 34 % Person A, 33 % Person B, 33 % Person C
-Gesellschafter S-OG: 34 % Person A, 33 % Person B, 33 % Person C
ab September 2011:
-Holding-GmbH: Gesellschafter 34 % Person A, 33 % Person B, 33 % Person C
-F-GmbH: Gesellschafter 74% Holding-GmbH, 50,49 % Person A (25,33 % unmittelbar + 25,14 % mittelbar), 24,75 % Person B (0,33 % unmittelbar + 24,42 % mittelbar), 24,75 % Person C (0,33 % unmittelbar + 24,42 % mittelbar)
Die tatsächlichen Zahlungen an die S-OG überstieg...