VfGH 01.03.1975, B211/74
VfGH 01.03.1975, B211/74
Rechtssatz
Tabelle in neuem Fenster öffnen
Normen | Anmeldegesetz §4, AnmeldeG §4 Abs1 Bundes-Verfassungsgesetz Art9, B-VG Art9 Bundes-Verfassungsgesetz Art144, B-VG Art144 |
Rechtssatz | Keine willkürliche Anwendung des § 2 Umsiedler- und Vertriebenen-Entschädigungsgesetz und des § 2 Anmeldegesetz. Die Ansicht, eine Vertreibung i. S. des § 4 Abs. 1 des AnmeldeG sei nur dann anzunehmen, wenn in erster Linie gegen die betreffende Person gerichtete staatliche Maßnahmen das Verlassen des Heimatlandes bewirkt haben, ist vertretbar. Sicherlich gehört zu den nach {Bundes-Verfassungsgesetz Art 9, Art. 9 B-VG} rezeptierten allgemein anerkannten Regeln des Völkerrechts auch der Grundsatz der Vertragstreue ("pacta sunt servanda") . Diese Rechtsregel gewährleistet aber kein subjektives Recht, dessen Verletzung mittels Beschwerde nach {Bundes-Verfassungsgesetz Art 144, Art. 144 B-VG} mit Erfolg angefochten werden könnte. Sie stellt allenfalls einen Grundsatz zur Auslegung innerstaatlicher Rechtsnormen auf (vgl. Zl. 535/58 und 20. Feber 1964, Zl. 493/63) . |
Entscheidungstext
Beachte
Metadaten: DVD Recht compact, Verlag Österreich, Wien 2014 - Judikaturquelle (PDF): Sammlung der Erkenntnisse [und wichtigsten Beschlüsse] des Verfassungsgerichtshofes NF 1–32 (1920–1932/33, 1945/46–1967) / Erkenntnisse und Beschlusse des Verfassungsgerichtshofes NF 33–44 (1968–1979)
Spruch
Begründung
Zusatzinformationen
Tabelle in neuem Fenster öffnen
Normen | Anmeldegesetz §4, AnmeldeG §4 Abs1 Bundes-Verfassungsgesetz Art9, B-VG Art9 Bundes-Verfassungsgesetz Art144, B-VG Art144 |
Sammlungsnummer | 7478 |
Schlagworte | Umsiedler und Vertriebene Entschädigung Gleichheitsrecht Bescheid keine Willkür Völkerrecht |
ECLI | ECLI:AT:VFGH:1975:B211.1975 |
Datenquelle |
Fundstelle(n):
YAAAF-83681