Suchen Kontrast Hilfe
OGH 25.09.1979, 4Ob55/79

OGH 25.09.1979, 4Ob55/79

Rechtssätze


Tabelle in neuem Fenster öffnen
Normen
RS0017752
Kann mit den Auslegungsregeln des § 914 ABGB das Auslangen gefunden werden, liegt der Fall des § 915 2. Halbsatz ABGB (undeutliche Äußerung) nicht vor.
Norm
RS0032138
Eine Übermäßigkeit der Vertragsstrafe liegt insbesonders dann vor, wenn der erlittene Schaden unverhältnismäßig kleiner ist als der bedungene Vergütungsbetrag.
Norm
RS0032156
Die Vertragsstrafe kann nicht unter die Höhe des tatsächlichen Schadens herabgesetzt werden.
Norm
RS0029967
Bei der Beurteilung, ob die vereinbarte Konventionalstrafe übermäßig, also überhöht ist, sind vor allem die Verhältnismäßigkeit dieser Strafe, die wirtschaftlichen oder sozialen Verhältnisse des Arbeitnehmers, insbesondere seine Einkommensverhältnisse beziehungsweise Vermögensverhältnisse, ferner Art und Ausmaß seines Verschuldens an der Vertragsverletzung sowie die Höhe des durch die Vertragsverletzung dem Arbeitgeber entstandenen Schadens entsprechend zu berücksichtigen.
Normen
ArbGerG §25 B
ArbGerG §25 E
ZPO §503 Z2 C1a
RS0043114
Die Unterlassung der gemäß § 25 Abs 1 Z 3 ArbGerG erforderlichen Neudurchführung der Verhandlung bildet einen Verfahrensmangel, dessen Wahrnehmung jedoch die Geltendmachung im Rechtsmittel voraussetzt.
Normen
ArbGerG §25 Abs1 Z3 B
ArbGerG §25 Abs1 Z3 E
RS0050659
Der Neuverhandlungsgrundsatz verpflichtet das Berufungsgericht im Rahmen der Berufungsanträge das Verfahren nach den ZPO - Bestimmungen über das Verfahren vor Gerichtshöfen erster Instanz von neuem so wie vor einem Erstgericht durchzuführen; zB Parteien haben ihr Prozeßvorbringen neu vorzutragen; Beweisbeschluß und Neuaufnahme. Beweiswürdigung.
Norm
ArbGerG §25 Abs1 Z3 E
RS0050705
Der Neuverhandlungsgrundsatz verpflichtet das Berufungsgericht, die Umstände und Erwägungen, welche für seine selbständig vorzunehmende Würdigung der Beweise und der auf dieser Grundlage getroffenen Feststellung maßgebend waren, in seine Entscheidungsgründe aufzunehmen (§§ 272, 327, 367 ZPO).
Normen
RS0029830
Ist eine Formulierung über die Höhe der vereinbarten Vertragsstrafe undeutlich, aber nach den Auslegungsgrundsätzen (insbesondere § 915 ABGB) auslegbar, so liegt keine Sittenwidrigkeit der Vertragsstrafe infolge Unbestimmtheit vor.
Normen
ArbGerG §25 Abs1 Z3 B
ArbGerG §25 Abs1 Z3 E
RS0050652
Das Berufungsgericht kann im Rahmen des Neuverhandlungsgrundsatzes, falls es zu den gleichen Ergebnissen wie das Erstgericht gelangt, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf dessen Feststellungen verweisen. Dies gilt auch, wenn die Feststellung des Erstgerichtes - ganz oder teilweise - im Berufungsverfahren unbekämpft geblieben sind.

Entscheidungstext

Kein Text vorhanden

Zusatzinformationen


Tabelle in neuem Fenster öffnen
Rechtsgebiet
Zivilrecht
ECLI
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0017752
Datenquelle

Fundstelle(n):
HAAAF-74567