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COVID-19 – Sorgfaltspflichten und Haftung von Leitungsorganen
Fischer

COVID-19 – Sorgfaltspflichten und Haftung von Leitungsorganen

1. Aufl. 2020

Print-ISBN: 978-3-7073-4305-2

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COVID-19 – Sorgfaltspflichten und Haftung von Leitungsorganen (1. Auflage)

S. VVorwort

COVID-19 hat unser Leben nachhaltig verändert. Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Infektionskrankheit hat sich von der in der Volksrepublick China gelegenen Provinz Hubei ausgehend zur weltweiten Pandemie entwickelt. Ihre Auswirkungen sind derzeit noch nicht absehbar.

Betroffen sind sämtliche Lebensbereiche. Während die Coronakrise in etlichen europäischen Staaten wie beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien oder Großbritannien viele Menschenleben gefordert, das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen gestellt und zu geradezu chaotischen Zuständen geführt hat, stehen in Österreich vor allem die wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie im Vordergrund.

Die von der Bundesregierung als Reaktion auf die rasche Verbreitung des Virus durchgesetzten Maßnahmen und vor allem der im März 2020 bis Ostern verhängte Lockdown hat viele Unternehmen hart getroffen. Besonders betroffen sind beispielsweise Gastronomen und Eventdienstleister. Als Konsequenz des Lockdowns sowie aufgrund der coronavirusbedingten Abschottung etlicher Länder hat insbesondere der österreichische Tourismus sowie etwa auch der Flugverkehr gravierende Umsatzeinbußen verzeichnen müssen. Trotz von der Bundesregierung gesetzter Maßnahmen zur Hilfestellung für östereichische Unternehmen ist die Arbeitslosigkeit aufgrund von Massenkündigungen zeitweilig auf ein Rekordhoch gestiegen. Eine coronavirusbedingte Welle an Unternehmenspleiten wird wohl nicht zu verhindern sein.

Die durch den Ausbruch des Coronavirus geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben für Österreichs Wirtschaftstreibende zu enormen Belastungen geführt und Führungskräfte österreichischer Unternehmen vor enorme Herausforderungen gestellt. Die ohnehin anspruchsvolle Tätigkeit als GmbH-Geschäftsführer bzw Vorstandsmitglied einer österreichischen Aktiengesellschaft wird durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise erheblich erschwert.

Gerade in unsicheren Zeiten erfordert ordentliche Geschäftsleitung die besondere Beachtung von Sorgfaltspflichten, deren Verletzung zu Haftungsansprüchen der Gesellschaft führen kann. Wie verhalten sich GmbH-Geschäftsführer bzw Vorstandsmitglieder einer österreichischen Aktiengesellschaft iZm COVID-19 korrekt?

Nach einer kurzen Wiedergabe der aktuellen Rechtslage und der Skizzierung wesentlicher haftungsrelevanter Eckpunkte bietet das Werk einen praxisrelevanten Einblick über wichtige iZm der Coronakrise bestehende Sorgfaltspflichten und Haftungsrisiken anhand konkreter Fallbeispiele. Behandelt werden insbesondere S. VIdas richtige Zusammenwirken mit anderen Gesellschaftsorganen, der fehlerfreie Umgang mit Dividendenansprüchen sowie das korrekte Verhalten in der Unternehmenskrise.

Bei der Bewältigung der an sie gestellten Herausforderungen sind Leitungsorgane allfälligen Ansprüchen der Gesellschaft jedoch – glücklicherweise – nicht gänzlich schutzlos ausgeliefert. In weiterer Folge verschafft das Werk daher einen Überblick über Möglichkeiten zum Schutz vor Haftungen bzw Haftungserleichterungen. Thematisiert werden insbesondere die Möglichkeiten zur Rechtfertigung unternehmerischer Entscheidungen, die Möglichkeit der Entlastung durch die Gesellschafterversammlung wie auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Versicherungsschutz.

Ich bedanke mich herzlich beim Linde Verlag und insbesondere bei Frau Mag. Katharina Echerer für die Möglichkeit zur Publikation und sämtliche Hilfe und Unterstützung. Ich hoffe, dass dieses Werk durch seine praxisnahe und anwenderfreundliche Aufbereitung sowie aufgrund seiner Aktualität als Informationsgrundlage und Hilfestellung für GmbH-Geschäftsführer bzw AG-Vorstandsmitglieder dient sowie als Beratungsgrundlage für die Rechtspraxis einen Mehrwert darstellt.


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Wien, September 2020
Anton Fischer

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