VwGH 23.10.1985, 85/02/0248
VwGH 23.10.1985, 85/02/0248
Rechtssätze
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Normen | VStG §51 Abs5; VStG §62 Abs4; |
RS 1 | Eine Berichtigung nach § 62 Abs 4 AVG kann auch außerhalb der nach § 51 Abs 5 VStG festgesetzten Frist von einem Jahr vorgenommen werden. |
Norm | AVG §62 Abs4; |
RS 2 | Die Anwendbarkeit der Vorschrift über die Berichtigung nach § 62 Abs 4 AVG setzt einen fehlerhaften Verwaltungsakt mit der Maßgabe voraus, dass eine auf einem Versehen beruhende Unrichtigkeit sowie deren Offenkundigkeit gegeben ist. (Hinweis E , 1841/73). |
Norm | AVG §62 Abs4; |
RS 3 | Ein Bescheid, der auf einer für die Partei klar erkennbaren, offenkundig unrichtigen Sachverhaltsannahme beruht, die von der Behörde - bei entsprechender Aufmerksamkeit (gemäß der Aktenlage) - bereits bei der Erlassung des Bescheides hätte vermieden werden können, kann insoweit gemäß § 62 Abs 4 AVG berichtigt werden. |
Hinweis auf Stammrechtssatz | GRS wie 3240/53 E VwSlg 4293 A/1957 RS 1 |
Normen | |
RS 4 | Ausführungen hinsichtlich der Erkennbarkeit der Unrichtigkeit der angeführten Verwaltungsvorschriften nach § 44 a lit b und lit c VStG in einem Straferkenntnis bzw im Berufungsbescheid durch den Bfr iSd § 62 Abs 4 AVG. |
Entscheidungstext
Kein Text vorhanden
Zusatzinformationen
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Sammlungsnummer | VwSlg 11922 A/1985 |
ECLI | ECLI:AT:VWGH:1985:1985020248.X01 |
Datenquelle |
Fundstelle(n):
JAAAF-61673