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VwGG | Verwaltungsgerichtshofgesetz
Holzinger/Wutscher/Bergthaler (Hrsg)

VwGG | Verwaltungsgerichtshofgesetz

Kommentar

1. Aufl. 2026

Print-ISBN: 978-3-7073-5266-5

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VwGG | Verwaltungsgerichtshofgesetz (1. Auflage)

S. Vorwort

Die Einführung der Verwaltungsgerichtsbarkeit vor 150 Jahren markiert eine Zäsur in der österreichischen Rechtsentwicklung: Sie steht für den Durchbruch der Rechtsstaatlichkeit bei der Kontrolle der Verwaltung. Ihre Bedeutung reicht über die institutionellen und prozessualen Inhalte des Gesetzes „betreffend die Einrichtung eines Verwaltungsgerichtshofes“ (RGBl Nr 36/1876) hinaus; sie rührt - wie der legistische Urheber, Karl Freiherr von Lemayer, treffend formulierte - an die „Staatsauffassung“ selbst. Im System der Gewaltenteilung bildet sie ein Schlüsselelement der vielgerühmten „checks and balances“.

Das 150-Jahr-Jubiläum war für uns Anlass und Ansporn, den vorliegenden Kommentar zum VwGG in Angriff zu nehmen. Denn seit der Initialzündung im Jahr 1876 hat sich die Verwaltungsgerichtsbarkeit als systemprägender Faktor für die staatliche Verwaltung erwiesen, der Kontinuität und Rechtssicherheit, aber auch prinzipiengetreue Weiterentwicklung gewährleistet.

Das VwGG in seiner geltenden Fassung, das in den letzten 15 Jahren zahlreichen Novellierungen unterworfen war, sich jedoch in den Grundstrukturen als bestandsfest erwiesen hat, spiegelt dieses Wechselspiel zwischen Kontinuität und ...

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