Grundriss des Devisenrechts
2. Aufl. 2026
Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
S. 3798. Anmerkungen und Fazit
8.1. Allgemeines
Auch in der gegenständlichen zweiten Auflage des Grundriss des Devisenrechts wurde der Versuch unternommen, das österreichische Devisenrecht auf Basis des DevG 2004 interdisziplinär und möglichst umfangreich darzustellen. Dabei wurde klar, dass in den vergangenen knapp zwanzig Jahren das DevG 2004 zwar einerseits zu einem integralen Bestandteil der österreichischen Finanzmarktregulierung mutierte, andererseits die internationalen Maßnahmen und Koordinationen im Bereich der Bekämpfung der Geldwäsche sowie der Terrorismusfinanzierung, als auch die aktuelle Bedeutung von Sanktionsregimen dazu führten, dass (zumindest) das österreichische Devisenrecht materiell eingeengt wurde. Diese Einengung auf die zentralen Bereiche Durchsetzung von Beschränkungsmaßnahmen der EU-Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit sowie die Erstellung der Zahlungsbilanz haben das DevG 2004 zu einem in sich stimmigen Rahmenwerk betreffend gewisse Aufgabenerfüllungen der OeNB für gesamtvolkswirtschaftliche Zwecke gemacht. Gerade durch das Herausschälen der regulatorisch dominierenden Bestimmungen im Bereich Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie Sanktione...