Grundriss des Devisenrechts
2. Aufl. 2026
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S. 472. Entwicklung des Österreichischen Devisenrechts
Literatur: Adamovich/Funk/Holzinger/Frank, Österreichisches Staatsrecht4 (2022); Muzak, B-VG6 (2020), Art 22 B-VG; Potacs, Devisenbewirtschaftung (1990); Potacs, Währungs- und Devisenrecht in Holoubek/Potacs, Handbuch des Öffentlichen Wirtschaftsrechts II (2002), 647; Merkl, Die Finanzdiktatur der Nationalbank, ÖJBl 1935, 125; Schwarzer et al, Das österreichische Währungs- und Devisenrecht, Teil III (1987); Wutscher, Währungs- und Devisenrecht in Holoubek/Potacs, Handbuch des Öffentlichen Wirtschaftsrechts II (2019), 1619.
2.1. Zeitraum bis 1914
Die ersten relevanten devisenrechtlichen Bestimmungen lassen sich in die Zeit des ersten Weltkriegs zurückverfolgen. Da zuvor weitgehend der freie Handels- und Zahlungsverkehr zwischen den Staaten verwirklicht war, und der Devisenhaushalt der Staaten infolge des freien Verkehrs mit Gold und Devisen im relativen Gleichgewicht gehalten wurde, war eine solche Regulierung praktisch nicht notwendig. Mit dem Ausbruch des Krieges war dieser Zustand jäh unterbrochen, weswegen zur Überwindung der daraus entstehenden Zahlungsbilanzschwierigkeiten in Österreich die Devisenbewirtschaftung eingeführt wurde.