Suchen Kontrast Hilfe

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
SWK 22, 5. August 2026, Seite 961

Zoll & Steuern im Außenhandel - aktuelle Entwicklungen im zweiten Quartal 2026

Neuerungen aus Rechtsprechung, Finanzverwaltung und Gesetzgebung

Thomas Bieber und Peter Pichler

Die elfte Ausgabe des Updates „Zoll & Steuern im Außenhandel“ befasst sich mit aktueller Judikatur, Aussagen der Finanzverwaltung sowie gesetzlichen Neuentwicklungen des zweiten Quartals 2026.

1. Zollrecht

1.1. Zoll und EU-Bearbeitungsgebühr auf Kleinsendungen sowie nationale Paketsteuer

Um den stark gestiegenen Versandhandel mit Waren aus Drittstaaten einzudämmen, wurde die Zollfreigrenze von 150 Euro für Kleinsendungen (Art 23 Zollbefreiungsverordnung) mit der Verordnung (EU) 2026/382 vom aufgehoben. In diesem Zusammenhang werden auf EU-Ebene nunmehr folgende Abgaben erhoben:

  • Für bestimmte Einfuhr-Versandhandelsumsätze im IOSS sowie für Waren in Postsendungen iSd Art 1 Nr 24 UZK-DA gilt vom bis ein pauschaler Zoll von 3 Euro je Ware. Die Europäische Kommission veröffentlichte am ein Erläuterungsschreiben zur Anwendung des 3-Euro-Zolls. Ergänzend wurden mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1200 vom mehrere Durchführungsbestimmungen der UZK-IA für den vorübergehend erhobenen Zoll von 3 Euro auf Fernverkäufe eingeführter Waren in Sendungen mit einem Sachwert von nicht mehr als 150 Euro angepasst.

  • Die EU plant zudem ab die Einführung einer unionsweiten Bearbeitungsgebühr für On...

Daten werden geladen...