Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz
2026
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I. Finanzverfassung der Schweiz
1.1
Föderalistische Struktur. Das schweizerische Steuersystem ist Spiegelbild der föderalistischen Struktur der Eidgenossenschaft. Dies wird insbesondere daran deutlich, dass jeder Kanton sein eigenes Steuergesetz hat und Einkommen, Vermögen, Erbschaften, Kapital, Grundstückgewinne usw. sehr unterschiedlich besteuert. Daneben erheben die rund 2.100 Gemeinden kommunale Steuern oder im Rahmen der kantonalen Grundtarife Zuschläge zu diesen und der Bund im Bereich der direkten Steuern eine Steuer auf das Einkommen - bzw. bei juristischen Personen - auf den Gewinn. Einen wesentlichen Beitrag an den Bundeseinnahmen stellt auch die Umsatzsteuer - Mehrwertsteuer - dar.
2
Helvetik. Lediglich zur Zeit der Helvetik (1798-1803) hatte die Schweiz ein einheitliches Steuersystem. Mit Gründung des Bundesstaates in 1848 erfuhr die Steuerordnung eine grundlegende Änderung. Die Zollhoheit ging auf den Bund über, während die Kantone verstärkt auf die Steuern vom Einkommen und Vermögen zurückgriffen.
3
Erster Weltkrieg. Einen tiefgreifenden Eingriff in diese Steuerordnung brachte der Erste Weltkrieg. Wegen der hohen Verteidigungskosten musste der politische Grundsatz, ...