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SWI 6, Juni 2026, Seite 405

Besteuerung von Kryptotransaktionen

Novazi (Intertax 2026, 331 ff) vergleicht die regulatorischen Ansätze der EU bei der Besteuerung von Kryptotransaktionen mit jenen Südafrikas. Das starke Wachstum von Kryptowährungen stelle Steuerbehörden vor große Herausforderungen. Besonders problematisch seien die anonyme Struktur vieler Krypto-Transaktionen, Schwierigkeiten bei der Bewertung sowie die Identifikation der Steuerpflichtigen. Die EU hat in den letzten Jahren ein umfassendes Regelwerk entwickelt. Dazu gehören die Geldwäscherichtlinien, MiCA, die TFR, die DAC 8 sowie das OECD-Meldesystem CARF. Gemeinsam schaffen diese Regelungen mehr Transparenz, erleichtern die Nachverfolgbarkeit von Transaktionen und ermöglichen einen grenzüberschreitenden Informationsaustausch. Im Gegensatz dazu sei die Regulierung in Südafrika noch zersplittert und basiere auf einzelnen Gesetzen sowie derzeit nur geplanten CARF-Umsetzungen. Novazi argumentiert, dass Südafrika ein kohärenteres Gesamtsystem benötige, das Aufsicht, Steuerdatenanalyse und internationalen Datenaustausch verbinde.

Rubrik betreut von: Gerald Toifl

WP/StB Dr. Gerald Toifl ist Geschäftsführer der Toifl Steuerberatung GmbH in Salzburg.

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