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Neuerungen im Kapitalmarktrecht
Update betreffend Investmentfonds, Börsezulassung, Prospektrecht und Wertpapiergeschäfte
Im Kapitalmarktrecht, insbesondere im Investmentfonds- und Prospektrecht sowie in der EU-Zentralverwahrerverordnung, haben jüngst Änderungen stattgefunden bzw befinden sich in der Umsetzung, die auch für gewöhnliche Anleger möglicherweise unangenehme Auswirkungen haben (etwa durch Anwendung von Liquiditätsmanagement-Instrumenten).
1. Einführung von Liquiditätsmanagement-Instrumenten bei Investmentfonds
1.1. Hintergrund
Offene Investmentfonds - das sind Wertpapierfonds (auch als OGAW-Fonds bezeichnet) und offene Alternative Investmentfonds (AIF), die keine feste Laufzeit haben, sondern immer wieder Anteile ausgeben und zurücknehmen - sind aufgrund ihrer „offenen“ Konstruktion anfällig für Liquiditätsrisiken.
Ausgangspunkt von Liquiditätsproblemen sind vor allem mögliche Inkongruenzen zwischen der Laufzeit der Vermögenswerte des Fonds und dem kurzfristigen Liquiditätsbedarf bei der Rücknahme von Anteilen - eine Problematik, die typisch ist für offene Fonds, bei denen die Zeichnung von Anteilscheinen und deren Rücknahme jederzeit möglich sind (etwa bei österreichischen Wertpapierfonds), aber auch für semiliquide Fonds („Evergreen-Strukturen“), die regelmäßige Rücknahmetermine vorsehen. Ko...