Suchen Kontrast Hilfe

Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
SWI 5, Mai 2026, Seite 335

EuGH: In-Game-Währungen für Online-Spiele sind keine Gutscheine

In seinem Urteil vom , Žaidimų valiuta, C-72/24, hatte sich der EuGH mit Fragen im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Erfassung einer virtuellen Währung eines Online-Videospiels zu befassen. Die damit verbundenen Rechtsfragen stellten sich im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der MB „Žaidimų valiuta“, einer Gesellschaft litauischen Rechts, und der Staatlichen Steuerdirektion beim Finanzministerium der Republik Litauen über die Mehrwertsteuerpflichtigkeit von Umsätzen aus dem Verkauf virtueller Währungen eines Online-Videospiels.

Dem Rechtsstreit lag folgender Ausgangssachverhalt zugrunde: Die Haupttätigkeit von Žaidimų valiuta besteht darin, die virtuelle Währung (im Folgenden: „Gold“) eines Online-Videospiels namens „Runescape“ durch Umtausch in konventionelle Währungen zu kaufen und weiterzuverkaufen. Bei einer Steuerprüfung für den Zeitraum 2020 bis 2023 stellte die Regionale Steuerinspektion des Bezirks Panevėžys, Litauen, fest, dass es sich bei den von Žaidimų valiuta durchgeführten Umtauschgeschäften um Dienstleistungen handle, die der Mehrwertsteuer unterfielen. Da Žaidimų valiuta Mehrwertsteuer weder angemeldet noch abgeführt hatte, wurde sie durch einen Bescheid der ...

Daten werden geladen...