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Literaturrundschau
Einlagenrückgewähr: Brennglas der Rechtsfolgen im Konzern
Philipp Fidler widmet sich in seinem Beitrag in GES 2025, 318, den Rechtsfolgen von Verstößen gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr im Konzern und untersucht damit ein zentrales Instrument des österreichischen Kapitalschutzrechts. Ausgangspunkt der Analyse ist die Besonderheit, dass Österreich über kein umfassend kodifiziertes Konzernrecht verfügt. Der Schutz von Gesellschaftsgläubigern wird daher maßgeblich durch das Einlagenrückgewährverbot gewährleistet, dessen praktische Bedeutung durch eine umfangreiche und stetig fortentwickelte Judikatur geprägt ist. Fidler versteht seine Untersuchung als praxisorientierte Analyse, die typische Konzernsachverhalte nutzt, um die Rechtsfolgen verbotswidriger Vermögensverschiebungen systematisch sichtbar zu machen.
Zentral ist die vom Autor herausgearbeitete Zweispurigkeit der Sanktionen. Verstöße gegen das Einlagenrückgewährverbot führen nicht nur zu gesellschaftsrechtlichen Konsequenzen, sondern ziehen regelmäßig zusätzliche zivilrechtliche Ansprüche nach sich. Gerade diese Verzahnung verschiedener Anspruchsgrundlagen verleiht dem österreichischen Kapitalschutz besondere Durchsetzungsk...