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Negative Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im internationalen Kontext
Mit einem mancherorts bestehenden abgabenrechtlichen Mythos hatte sich das BFG (, RV/7100015/2021) auseinanderzusetzen. Das Gericht hatte die Frage zu klären, ob es zulässig ist, aus einer nichtselbständigen Tätigkeit negative Einkünfte zu erzielen - und das in einem internationalen Zusammenhang.
Sachverhalt und Verfahrensgang
Ein Student mit Hauptwohnsitz in Österreich erzielte in der Schweiz im Jahr 2017 Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit iHv etwa 1.900 € (umgerechnet). An Studiengebühren wurden etwa 5.600 € an Werbungskosten geltend gemacht, was zu negativen Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit führte. Zudem wurden Einkünfte aus inländischer Vermietung und Verpachtung iHv rund 11.300 € deklariert. Zudem erfolgte eine Erklärung von Einkünften iHv circa 3.900 €, die eine Honorarnote an den Vater des Steuerpflichtigen darstellte. Weder in den Jahren davor noch in den anschließenden beiden Jahren danach lagen negative Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit vor.
Der dazu ergangene Bescheid wies eine Einkommensteuernachzahlung aus; der Überschuss von Werbungskosten über die Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit wurde nicht anerkannt. Die abweisende Beschwerdevorentscheidun...