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SWK 8, 10. März 2026, Seite 436

Gedanken aus der Beratungspraxis zum Zusammenschluss-Erkenntnis des VwGH

Sind alineare Gewinnverteilungen im Rückwirkungszeitraum wirklich tabu?

Petra Hübner-Schwarzinger

Es ist der Leserschaft sicherlich nicht entgangen, dass dem Erkenntnis des VwGH zu einem Zusammenschluss gemäß Art IV UmgrStG innerhalb kürzester Zeit mehrere Beiträge, gleich zwei davon in der SWK, gewidmet wurden: Der erste Beitrag unmittelbar nach Veröffentlichung des Judikats stammt von niemand Geringerem als einer VwGH-Richterin selbst, und noch im Dezember 2025 wurde ein weiterer Beitrag in der SWK, diesmal von einem Steuerberater mit großer Umgründungserfahrung, veröffentlicht. Ich erlaube mir, das Thema nochmals aufzugreifen, um eine Einordnung des Erkenntnisses in die gängige Praxis zu schaffen und Handlungsempfehlungen zu geben.

1. Kurzdarstellung des gegenständlichen Erkenntnisses

Investoren sollen sich an einer Verlustgesellschaft mit einem positiven Verkehrswert (es könnte ein Start-up sein oder ein Unternehmen mit positiven Ertragserwartungen, das sich aber [noch?] in der Verlustphase befindet) beteiligen. Um ein finanzielles Investment für den Investor - ua steuerlich - attraktiv zu machen, wird gerne eine Beteiligung als Mitunternehmer vorgeschlagen; dadurch kann der Investor sein Engagement steuerlich nutzen, indem er Verluste zugewiesen bekommt und er diese mit seinen eige...

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